Institut für Geowissenschaften - Biomineralisation Link zum Institut für Geowissenschaften Uni Mainz

Perlenzucht

In China wurde schon im 12. Jahrhundert versucht, in Süßwassermuscheln Perlen entstehen zu lassen. Das damals entwickelte Verfahren wird in ähnlicher Weise auch heute noch angewendet: Auf die Innenseite der Schale werden kleine Figuren geklebt. Diese eingebrachten Fremdmaterialen werden anschließend von dem Muscheltier mit   Perlmutt überzogen.

 

Erst um 1900 wurde die Grundlage zu den heutigen   Zuchtverfahren gelegt: Es wurden runde Kerne in das Muscheltier implantiert. Wichtig ist, dass bei der Operation gleichzeitig ein kleines Stückchen von dem Gewebe mit hinzu gegeben wird, das in der Lage ist, Perlmutt zu bilden. Hierzu wird Epithelgewebe aus einer anderen Muschel verwendet, das "normalerweise" die Muschelschale aufbaut. Dieses Gewebe muss genau mit der Seite, die Perlmutt produziert, auf den eingesetzten Kern aufgebracht werden. Das Epithelgewebe wächst zunächst um den Kern herum und bildet den so genannten Perlsack. Darin wird dann in Folge um den meist aus Perlmutt bestehenden Kern Schicht um Schicht   Perlmutt abgelagert - eine Zuchtperle entsteht.

 

Überall dort, wo sich   Naturperlen bilden konnten, können   Zuchtperlen produziert werden.

Muschelschale mit Implantat
  Muschelschale mit implantierter und mit Perlmutt überzogener figuraler Darstellung einer Göttin (Sammlung Institut für Geowissenschaften der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz).
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