Institut für Geowissenschaften - Biomineralisation Link zum Institut für Geowissenschaften Uni Mainz

Japanische Süßwasser-Zuchtperlen aus dem Biwa-See

Etwa 500 km westlich von Tokyo, in unmittelbarer Nähe zu Kyoto erstreckt sich der größte Binnensee Japans. Die Form des Sees ähnelt der Form einer Biwa, einer klassischen, japanischen viersaitigen Laute. Die Perlenzucht am Biwa-See begann circa 1914. Gezüchtet wurde mit der Biwasee-Muschel Hyriopsis schlegeli, die als auf Grund ihrer Form auch als Schmetterlings-Muschel (japan., "Ikecho gai") bezeichnet wird. Als Konsequenz immer größer werdender Umweltprobleme ging Mitte der 80er Jahre die Produktion dramatisch zurück, bis sie fast völlig zum Erliegen kam. Nur in kleinen Seen und Teichen rund um den Biwa-See konnte die Perlenzucht in wesentlich geringerem Umfang weitergeführt werden - mit einer neuen Muschel - einer Kreuzung der japanischen Hyriopsis schlegeli mit der chinesischen Hyriopsis cumingii, mit der auch am   Kasumigaura- See gezüchtet wird.

 

 

     
Ansteckschmuck mit einer stabförmigen Biwa-Zuchtperle und Orientperlen (Design und Ausführung: Goldschmiede Braun)   Perlenfarm am Biwa-See, Zuchtperlen feinster Qualität und zur Perlenzucht verwendete Muschel Hyriopsis schlegeli x Hyriopsis cumingii des Perlen-Züchters Kawabata

 

(alle Fotos: U. Wehrmeister)

deutsch l english
Downloads      Anfahrt      Kontakt      Impressum